🌍 Kreislaufwirtschaft konkret: Wie Riese & Müller die E-Bike-Zukunft nachhaltig gestaltet!
- 25. März
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Der Premium-Hersteller Riese & Müller hat mit den "Sustainability Insights" seinen neuesten Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2024/2025 vorgelegt. Das Format dokumentiert Fortschritte bei der CO2-Reduktion durch Recycling-Materialien und innovative Logistiklösungen.
Der Bericht markiert einen bewussten Verzicht auf den bisherigen umfangreichen Verantwortungsbericht und setzt stattdessen auf eine prägnantere Aufbereitung der zentralen Nachhaltigkeitsthemen. Laut Dr. Sandra Wolf, geschäftsführende Gesellschafterin, soll dieses schlankere Format die wirtschaftliche Transformation des Unternehmens für eine breite Öffentlichkeit effizienter zugänglich machen.
Ein technologischer Schwerpunkt liegt dabei auf der erstmaligen Bilanzierung von Emissionen der Fahrradrahmen in Scope 3. Hierbei zeigt sich der Einfluss von Recycling-Aluminium besonders deutlich: Rund jeder zweite Rahmen wurde im Berichtszeitraum mit recyceltem Material bezogen, wobei das Cargo-Bike Carrie mit einem Anteil von 81 Prozent den Spitzenwert markiert. Insgesamt konnten durch diesen Ansatz 15 Prozent der Emissionen im Vergleich zu reinem Primäraluminium eingespart werden.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die Kreislaufwirtschaft in der Logistik voran. Die Recyclingquote liegt stabil bei über 90 Prozent, was unter anderem durch gezielte Zero-Waste-Projekte erreicht wurde. Ein zentraler Hebel ist die wiederverwendbare Bikebox, durch die im Geschäftsjahr mehr als 35.000 Kilogramm Kartonage eingespart werden konnten.
Dieses System wird bereits von über 1.000 Händlern in acht europäischen Ländern genutzt. In 95 Prozent der möglichen Fälle bestellt der Fachhandel bereits über diese nachhaltige Option. Ergänzt wird dies durch Rhinopaq-Mehrwegverpackungen für Kleinteile, die weitere 5.767 Kilogramm Abfall vermieden. Diese Systeme sind in der Schweiz leider noch nicht verfügbar.
Gleichzeitig stärkt Riese & Müller die regionale Wertschöpfung, indem 63 Prozent der Komponenten von europäischen Lieferanten bezogen werden.
Die Zusammenarbeit basiert auf verbindlichen Werten, die in der Grundsatzerklärung zur Einhaltung der Menschenrechte sowie im Code of Conduct für Lieferanten festgeschrieben sind.
Riese & Müller verpflichtet seine Partner darin zur Einhaltung internationaler Arbeitsstandards der ILO und zur strikten Vermeidung von Korruption sowie Umweltzerstörung.
Neben ökologischen Zielen stehen faire Arbeitsbedingungen im Fokus, was durch die Auszeichnung als Fair Pay Leader und den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 gewürdigt wurde. Um die Langlebigkeit der Produkte weiter zu erhöhen, setzt der Hersteller zudem auf neue DIY-Repair-Kits für Textilien und eine interne Reparatur-Einheit.
Das Unternehmen unterstreicht damit seinen Anspruch, den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen und die Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten als kontinuierlichen Prozess zu verstehen.
Für alle Beteiligten - von Mitarbeitern bis hin zu Lieferanten - steht zudem ein Hinweisgebersystem zur Verfügung, um Compliance-Verstöße transparent zu melden.




